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H1: Sieg in letzter Sekunde

H1: Sieg in letzter Sekunde

Was für ein herrlich fauler Tag für den Autor. Schlechtes Wetter, Regen, Bäh! Also rein in die Jogginghose und rauf auf die Couch. Glotze an und der Sonntagnachmittag beginnt unweigerlich seinen leicht faulen, aber nicht minder entspannten Lauf zu nehmen. Unweigerlich? Nein, nicht ganz! In das leicht dämmrige Schläfchen des Autors platzte urplötzlich die penetrante Nachricht eines Kameraden, der doch noch eine Mitfahrgelegenheit benötigte. Böse Zungen behaupten, der Autor hätte ohne diesen Dösus Interruptus das ganze Handballspektakel verschlafen. Doch hier in diesem hochoffiziellen Bericht können diese Gerüchte weder bestätigt noch dementiert werden.

Aber wir schweifen ab. Zurück zum Thema! Von dieser Nachricht aufgeschreckt, packte der Autor schnell seine Handballsachen zusammen und machte sich zügig auf den Weg zum Auto. DOCH HALT STOPP! Gleich nochmal zurück! Fast die Schuhe vergessen! So nun aber los! Leicht spät dran, doch die Ruhe selbst, den Sportsfreund abgeholt und in Richtung Forstenried durchgestartet.

Am Treffpunkt wartete doch tatsächlich die nächste Überraschung auf den Autor. War da doch tatsächlich ein monatelang verschollen geglaubter Kollege am Start! Aber wir schweifen schon wieder ab. Am besten wir spulen die Zeit ein bisschen vor, um schnell zur Sache zu kommen. Denn für das Aufwärmen interessiert sich eh niemand. Zugegeben, die kollektive kurze Verwirrung, als die jahrelange Routine der Mannschaft beim positionsbezogenen Einwerfen vom Käpt’n geändert wurde, hat bei dem einen oder anderen Betrachter sicherlich für Erheiterung gesorgt. Sei’s drum. Dafür interessiert sich aber nun wirklich niemand aus der Leserschaft dieses Dokumentariums.

Aber nun liebe Leserin, lieber Leser, dieser Bericht soll ja von einem Handballspiel unserer tapferen Recken aus der ersten Herrenmannschaft handeln und diesem Auftrag wird der Autor nun hiermit auch nachkommen.

Beginnen wir doch praktischerweise einfach mit dem Anfang. Wie eine gute alte Amateurhandballweisheit besagt, ist es doch auf der Bank am schönsten. So fand sich der Autor nach enger Abstimmung mit dem zweiten ersten Torwart (der einfach unfassbar krass heiß auf dieses Spiel war – es sei an dieser Stelle auf die Einleitung verwiesen) im Wellnessbereich neben dem Spielfeld ein. Als Einschub sei nun noch in aller Kürze erwähnt, dass die Reihenfolge bei der Festlegung von Marco als zweiter erster Torhüter auf folgenden Kriterien beruht: Alphabetische Sortierung, Alter vor Schönheit und Esel. Ja richtig Esel! Ganz einfach, weil der Esel sich immer selbst zuerst nennt.

Nach diesem kurzen, aber wichtigen, Exkurs lenken wir endlich die Aufmerksamkeit auf das Spiel. Man könnte behaupten, es ging gut für die ONE’rs los, da man durch zwei schnelle Angriffe mit 0:2 (Achtung liebe Fans, wir sind die Gastmannschaft) in Führung gehen konnte. Man könnte aber auch realistisch sein und auf die Rettungstaten des Torhüters und des Pfostens (hat der Marco natürlich gesehen!) verweisen. Machen wir aber nicht! Trotzdem stand es nach zehn Minuten 7:3. Klingt erstmal a bissl doof, aber wir spielen ja Handball und nicht Fußball. Also ist für uns ein Rückstand von vier Toren kein Grund nervös zu werden. Struppo (für die Gelegenheitsfans: Unser Trainer) stellte erst in der Abwehr ein bisschen um und erinnerte dann intensiv an das so wichtige aktive Abwehrverhalten im Kollektiv. Die Maßnahmen zahlten sich auf jeden Fall aus, denn schon nach weiteren zehn Minuten stand es 9:9. Ein paar weitere starke Paraden und Gegenstöße unsererseits führten nach 30 Minuten zum Zwischenstand von 12:15. Da beim Handball aber noch lang nicht Pause ist, nur weil Halbzeit ist, durften die Forstenrieder noch einen direkten Freiwurf aus zentraler Position von der 9m-Linie ausführen. Mit einem Präzisionsstreich durch eine kleine Lücke in unserer Mauer gelang Klaus Wachsmann das sehr sehenswerte Tor zum Pausenstand von 13:15.

Frisch erholt und taktisch regeneriert, kehrten beide Mannschaften pünktlich zur zweiten Halbzeit zurück. Doch leider konnte der Schwung aus der ersten Hälfte nicht mitgenommen werden. So entwickelte sich ein rasantes, für beide Seiten chancenreiches (aber nicht torreiches), Spiel, bei dem das Momentum leicht in Richtung Forstenried zu kippen drohte. Die Stimmung in beiden Mannschaften wurde bei diesem engen Score zusätzlich von der teils fragwürdigen Schiedsrichterleistung angeheizt. Doch kippte sie niemals und beide Mannschaften nutzten die Situation nicht für unfaire Aktionen.

Da es manchmal besser ist nicht zu mosern, als falsch zu mosern und dadurch die Mannschaft zu schwächen, entschloss sich der Autor zehn Minuten vor Schluss lieber in die Kabine zu gehen. So wurde der Blutdruck gesenkt, die Stimme geschont und die Spielberechtigung fürs nächste Wochenende nicht gefährdet. Das führt aber zu einem kleinen Problem. Eine seriöse Berichterstattung ist ab diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich. Sky berichtete nämlich lieber über die Entlassung des Trainers eines örtlichen Fußballvereins, als über das Topspiel des Abends.

Daher müssen die Angaben aus dem Spielprotokoll mit Informationen aus dem Bereich des Hörensagens ergänzt werden. Als gesichert gilt der Spielstand von 22:20 zum Zeitpunkt 52 Minuten und 07 Sekunden. Danach, so will es die Erzählung des Torhüters, habe man alles gehalten, geblockt und weggefangen, was auf unser Tor geworfen wurde. Gestützt wird diese These durch einen Blick in das Spielprotokoll, in dem definitiv kein weiteres Tor für die Heimmannschaft vermerkt wurde. Weiterhin wird von Zeugenaussagen bestätigt, dass durch eine heldenhafte Willensleistung die Anschluss- und Ausgleichstreffer erzielt wurden. Ab diesem Zeitpunkt, meine Damen und Herren, unterscheiden sich die Zeugenaussagen hinsichtlich des Torschützens von dem vorliegenden offiziellen Spielprotokoll.

Dank einer ausführlichen Befragung im Nachgang an das Spiel, konnte der Autor jedoch den korrekten Hergang der Ereignisse rekonstruieren.

59:50: Balleroberung durch die HSG-B-ONE.
59:55: Ball und Spieler erreichen Dank einer relativ schnellen zweiten oder dritten Welle die Nähe des Tores.
59:56: Die Abwehr der Heimmannschaft ist nicht sortiert und der Kreisspieler Gregor Ester steht goldrichtig.
59:57: Einer unserer Jungs sieht ihn und spielt den Ball ab.
59:58: Gregor fängt den Ball dreht sich um und wirft.
59:59: Tooor!
60:00: Spiel aus, Sieg, Jubel.

Sowas gibt’s nur beim Handball! Danach wurde der Sieg mit dem standesgemäßen Siegerselfie (siehe Bild) und einem kühlen (Gott sei Dank) Bier unter der Dusche zelebriert. Aber zu lange konnten die Feierlichkeiten leider nicht andauern, denn eine gewisse Couch wartete bereits seit Stunden auf Gesellschaft.

Es spielten:
Felix Apelt (Tor), Marco Maurantonio (Tor), Patrick Dorn, Julius Beck (7/2), Christoph Brand, Philipp Münch (5), Patrick Rathmann (5), David Techmer, Gregor Ester (1), David Baumann (3), Marcus Reese (2).

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